Aktuelles zum Zahlungsverkehr: SLV

Aus ELV wird SLV

Wer kennt sie nicht, die Kartenzahlung mit der Unterschrift. An der Kasse wird die Girocard vorgelegt, ein Beleg erstellt und der Kunde unterschreibt diesen Beleg. Tatsächlich handelt es sich in diesem Fall nicht um eine Kartenzahlung, sondern um eine einmalige Einzugsermächtigung, die der Konsument mit seiner Unterschrift akzeptiert. Aus dem Magnetstreifen der Karte werden lediglich Kontonummer und Bankleitzahl des Kunden ermittelt. Wird die Lastschrift mangels Deckung oder wegen Widerspruchs zurückgegeben, kann der Händler die Adresse des Konsumenten bei der Bank anfragen. Dieses Verfahren wird elektronisches Lastschriftverfahren, kurz ELV, genannt.

Das Kartellamt fordert nun von den Kreditinstituten, spätestens zum 1. Februar 2016 das elektronische Lastschriftverfahren SEPA-konform, also angepasst an die Vorgaben des europäischen Zahlungsverkehrs SEPA fortzuführen. Ab dann wird vom SEPA-Lastschriftverfahren (SLV) gesprochen. Entsprechend gelten die Regelungen der SEPA-Basis-Lastschrift. Der Kunde unterschreibt also ein Mandat für eine einmalige, nicht wiederkehrende Lastschrift. Dabei hängt die Gültigkeit der SEPA-Lastschrift vor allem von der Vollständigkeit des Mandats ab. Sollten hier Fehler vorliegen, verlängert sich die Widerrufsfrist des Kunden von 8 Wochen auf 13 Monate, gerechnet ab dem Tag der Belastung. Der Kunde kann das neue Verfahren am Beleg erkennen, denn darauf befinden sich die Begiffe SEPA und Mandat. Zudem werden die Belege größer sein.

Kommentare sind geschlossen.